Rohkost ist aufwendig, kompliziert und teuer?

Offenbar ist der Glaube weit verbreitet, eine vegane Rohkosternährung sei sehr schwierig, aufwendig und kostspielig, weil man dafür diverse Küchengeräte, wie Mixer, Zerkleinerer, Trockengeräte, Entsafter, etc. benötigt, um die zahllosen (Gourmet-)Gerichte herzustellen, die weithin auf Blogs und in Rohkost-Büchern beschrieben werden. Die dafür benötigten Zutaten sind oft teuer und nicht leicht zu bekommen. Weiters  gibt es Unmengen an (sündteuren) Nahrungsergänzungsmitteln und anderen Präparaten, die von sogenannten “Rohkost-Gurus” als lebenswichtig und unerlässlich angepriesen werden.
So betrachtet stimmen wir zu, dass dieser Lebensstil sehr aufwendig und kostspielig sein kann (außerdem sehr ungesund, da die meisten Gourmet-Gerichte sehr viel Fett und dehydrierte Zutaten enthalten).

So muss es aber nicht sein. Unsere Rohkosternährung beispielsweise ist sehr simpel: wir essen rohe Früchte und rohes Gemüse, pur und unverarbeitet. Wir haben weder Mixer, noch Zerkleinerer, Trockengerät oder Entsafter (wir hatten einen, den wir aber verschenkt haben, weil wir ihn nicht mehr benutzt haben). Die einzigen Küchenutensilien die wir verwenden sind scharfe Messer, Löffel und gelegentlich ein Handentsafter für Orangen.

Küchenutensilien 1

Küchenutensilien 2

pure Rohkost

So schlicht muss es natürlich nicht sein, wenn jemand Freude daran hat, sich ein Gericht zuzubereiten, kann man auch aus wenigen, unverarbeiteten Zutaten tolle, leckere Gerichte zaubern. Generell kann aber gesagt werden, je weniger Zutaten, desto leichter verdaulich und schonender für den Körper. Außerdem ist es wichtig, auf die richtige Nahrungsmittelkombination zu achten (wir arbeiten zur Zeit an einer Seite über dieses Thema).
Bei uns hat es sich einfach sehr bald herausgestellt, dass wir beide am liebsten ganz simpel essen, eine Frucht- oder Gemüsesorte pro Mahlzeit, dafür aber zahlreiche Mahlzeiten (6-8) pro Tag.

Leider sind aber vor allem die exotischen Früchte nicht billig, noch dazu brauchen wir davon große Mengen. Hier kann man sich helfen, indem man zum Beispiel bei Obst- und Gemüsehändlern nachfragt, ob man Rabatt bei Abnahme von größeren Mengen bekommen kann oder aber direkt beim Großmarkt einkauft (das ist uns leider noch nicht gelungen, wir werden es aber weiter versuchen). Außerdem können wir dank der Rohkost an anderer Stelle sparen, da wir beispielsweise keinerlei Kosmetika benötigen und auch keine Medikamente.

Die Vorteile der simplen Rohkost (mit vorzugsweise Monomahlzeiten) sind zahlreich: kurze Verdauungszeit, optimale Nährstoffnutzung, leichtes, energetisches Gefühl nach den Mahlzeiten, kein Völlegefühl, kaum Abwasch.

Der Nachteil: es lässt sich daraus kein Profit schlagen, weshalb dieser Ansatz wohl so wenig propagiert wird…Trauriges Smiley

Nach folgenden Schlagworten sollten wir unsere Nahrungsmittel auswählen: frisch, reif, roh, aus kontrolliert biologischem Anbau, unverarbeitet (unerhitzt, nicht dehydriert oder anderweitig behandelt), Fair Trade und fettarm. Außerdem nach Möglichkeit lokal bzw. regional und saisonal. Leider ist es nicht immer möglich, Produkte zu finden, die alle Kriterien erfüllen (zumal im Winter!), aber wir behalten diese Liste immer als Richtschnur im Kopf.

Wie man sieht, gibt es also nicht “die Rohkost” sondern zahlreiche Ansätze und Richtungen. Ob die Rohkost sehr aufwendig und kompliziert ist oder einfach und schlicht, dafür umso leckerer und gesünder, kann jeder für sich selbst entscheiden.

Weiterführende Buchtipps hier.

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4 Kommentare zu “Rohkost ist aufwendig, kompliziert und teuer?

  1. …echt toll – viele schöne Bilder, viele tolle Informationen und ein weitere vegan-Blog aus Österreich…da freut sich mein Herz…

    vegan l♥ve&peace, miss viwi

  2. Cooler Blog…werde ich gerne mal öfter reinschauen;)
    Kann den Artikel praktisch unterstreichen.

    Gruß, Martin (CarbTheVeganUp)

    PS: Ich glaube die meisten 811er sind faul wie „Sau“. Zack Banane essen, zack Gurke essen. Kein langen Braten, würzen oder zubereiten mehr…..
    Dass heißt natürlich nicht, dass man es sich nicht trotzdem hübsch herrichten kann….

    • Hallo Martin,
      danke für deinen Kommentar, freut uns sehr, dass dir unser Blog gefällt! Es ist immer sehr schön, von Gleichgesinnten zu hören! 🙂
      Alles Liebe,
      Clara & Constantin

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