Natürliche Sehkraft

Eine verminderte Sehkraft ist, wie so gut wie alle Abweichungen vom physiologischen Grundzustand des Körpers, reversibel! Sie entsteht durch schlechte und unnatürliche Sehgewohnheiten, die zu Kontraktion und Verspannung der Augenmuskeln führen.

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Clara

Ich bekam meine erste Brille im Alter von 12 Jahren, damals hatte ich bereits eine Kurzsichtigkeit von -2,5 Dioptrien (auf beiden Augen) entwickelt. Meine Sehkraft wurde zusehends schlechter, mit 14 trug ich bereits Gläser mit -4,5 Dioptrien. Ich wechselte dann zu harten Kontaktlinsen, um die Verschlechterung zu verlangsamen. Es funktionierte und ich trug viele Jahre harte Kontaktlinsen mit gleichbleibender Dioptrienzahl. Ich vertrug sie gut, aber es war immer sehr schmerzhaft, wenn ich Staub, etc. ins Auge bekam. So wechselte ich schließlich zu weichen Kontaktlinsen und fühlte mich damit viel wohler, ich vergaß fast, dass ich überhaupt Kontaktlinsen trug.
Mit 25 hatte ich -5 Dioptrien.

Durch die Rohkosternährung verbesserte sich meine Sehkraft, aber ich musste immer noch starke Kontaktlinsen tragen. So begann ich damit, mich über das Thema „Natürliches Augentraining“ zu informieren und ich fand ein paar interessante Bücher dazu.
Im November 2011 begann ich schließlich mit dem Augentraining, ich wechselte zu schwächeren Kontaktlinsen (-4 Dioptrien) und machte regelmäßig Übungen um Augen und Augenmuskeln zu trainieren. Meine Sehkraft verbesserte sich zusehends und Ende Januar 2012 konnte ich bereits zu -3 Dioptrien wechseln. Ich mache weiterhin täglich meine Übungen, um mich weiter zu verbessern.

Die Verbesserung könnte noch viel schneller vorangehen, wenn ich an einem Kurs oder Workshop zum Thema teilnehmen würde, aber ich möchte es (zurzeit) in meinem eigenen Tempo machen.
Es wird Zeit brauchen und ich muss konsequent üben, aber ich bin sehr erfreut über meine bisherigen Ergebnisse und ich werde weitermachen. Mein großes Ziel ist es, eines Tages überhaupt nicht mehr auf Brille oder Kontaktlinsen angewiesen zu sein, denn das passt für mich einfach nicht zu einem gesunden und natürlichen Lebensstil. Ich bin sicher, dass es möglich ist, die volle, natürliche Sehkraft wiederzuerlangen.

Update Mai 2012: Als wir von Teneriffa zurückkamen nach Österreich musste ich leider von -3 auf -3,5 Dioptrien wechseln, da ich mich mit den schwächeren Linsen beim Autofahren nicht wohl fühlte. Mit den stärkeren Kontaktlinsen fühle ich mich wesentlich wohler. Ich mache weiterhin regelmäßig meine Übungen, um die Sehkraft zu verbessern.

Update Februar 2013: Nachdem ich mich beim Autofahren leider nicht mehr wohlgefühlt habe mit -3,5 Dioptrien (vor allem bei Dunkelheit), ließ ich mich von einem Optiker beraten. Dieser erklärte mir, dass man mit Unterkorrektur der Augen vorsichtig sein müsse, da sich die Augen an die unscharfe Sicht gewöhnen und dann eventuell auch mit Brille/Kontaktlinsen nicht mehr 100% scharf sehen könnten. Ob das wirklich stimmt, weiß ich nicht, aber ich möchte es natürlich auch nicht riskieren. Er verschrieb mir weiche Linsen mit -4,5 Dioptrien, mit denen ich mich sehr wohlfühle.
Meine Augenübungen mache ich weiterhin und wenn es sich ergibt werde ich doch ein Workshop über Augentraining besuchen, damit ich unter professioneller Aufsicht meine Sehkraft verbessern kann.
Mein Hauptproblem ist das Autofahren, wenn ich nicht fahren muss (so wie auf Teneriffa), sind die Übungen viel effektiver.
Wie auch immer, ich werde nicht verzagen sondern weiterüben und an meinem Traum festhalten, eines Tages ohne Brille und Kontaktlinsen auszukommen!

Hier führe ich ein Beispiel einer Augenübung an aus dem Buch “Relearning to See” von Thomas R. Quackenbush (Kapitel 21):

Palming

“To palm correctly, sit in a comfortable chair, with proper posture, giving special attention to correct alignment of the head, neck and shoulders. Rest your elbows on a cushion, pillow or other support. […] Rest your feet flat on the floor. Do not cross your feet or legs. Self-healing energy emanates from the center of the palms. You can increase this energy flow before palming by ‘rubbing your hands an inch apart’; in other words, without actually touching your hands together. […] Do not touch your eyes. ‘Cup’ your hands slightly. The fingers are relaxed, not stiff. The left hand is placed first, with the center of the ‘cupped’ palm over the left eye. The base of the hand rests softly on the cheek, without putting pressure on the nose. The hand is angled slightly, so that the fingers extend toward the center of the forehead. Next, the right hand is placed with the fingers extending over the fingers of the left hand. Breathe abdominally. It is important that the neck is loose. The neck has a small movement during palming. The eyelids are closed during palming. […] Generally the more time given to palming, the more benefit is received.” (Thomas R. Quackenbush, Relearning to See, North Atlantic Books, p. 349-353)

Freie Übersetzung:

Palmieren

Um korrekt zu Palmieren, setzt man sich in einen bequemen Stuhl, mit aufrechter Haltung, wobei man besonders auf die korrekte Linie von Kopf, Hals und Schultern achtet.Die Ellbogen stützt man auf einem Kissen oder einer anderen Stütze ab. […] Die Füße ruhen flach am Boden. Die Füße und Beine sollen nicht gekreuzt werden. Selbstheilende Energie fließt aus der Mitte der Handflächen. Um diese Energie noch zu erhöhen, „reibt“ man die Hände wenige Millimeter voneinander entfernt „aneinander“ bevor man palmiert; in anderen Worten, ohne dass sich die Hände berühren. […] Die Augen sollen nicht berührt werden. Die Hände werden leicht gekrümmt. Die Finger sind entspannt, nicht steif. Die linke Hand wird zuerst plaziert, mit der Mitte der „gekrümmten“ Handfläche über dem linken Auge. Die Handwurzel ruht sanft auf der Wange, ohne Druck auf die Nase auszuüben. Die Hand ist leicht angewinkelt, so dass die Finger Richtung Stirnmitte zeigen. Als nächstes wird die rechte Hand mit den Fingern über den Fingern der linken Hand gelegt. Man atmet tief in den Bauch (Abdominalatmung). Es ist wichtig, dass der Hals entspannt ist. Der Hals hat eine leichte Bewegung während des Palmierens. Die Augenlider sind geschlossen. […] Generell gilt, je mehr Zeit dem Palmieren gewidmet wird, desto mehr profitiert man davon.

Constantin

Ich habe in meiner Jugendzeit bis Anfang Zwanzig (von 17-21) eine Brille getragen, ich hatte etwa -2 Dioptrien (am rechten Auge, am linken etwas weniger). Als ich zum ersten Mal von der Rohkostdiät hörte, las ich auch darüber, dass es möglich ist, seine Sehkraft zu verbessern bzw. sogar wieder die natürliche Sehkraft zu erlangen. Da ich mich nie wohlgefühlt hatte mit der Brille, warf ich sie einfach weg und begann damit meine Augen mit verschiedenen Übungen, die ich durch Ausprobieren lernte, zu trainieren. Ich erlangte meine volle Sehkraft zurück und habe sie seither aufrechterhalten.

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