Yoga

Philosophie

Was ist Yoga? Das Sanskritwort „yoga“ heißt verbinden, vereinigen. Im engeren Sinne ist damit die Verbindung von der individuellen Seele mit dem Kosmischen Geist oder Gott gemeint.

Es gibt so viele Definitionen des Begriffes „Yoga“, dass es gar nicht einfach ist, eine Antwort auf die Frage „Was ist Yoga?“ zu finden. Im Westen kennen wir den Begriff „Yoga“ oft nur im Zusammenhang mit körperlichen Übungen. Und das ist nicht unrichtig, denn die Yoga-Wissenschaft umfasst tatsächlich körperliche Übungen, aber das ist lediglich ein Aspekt des Yoga.

Man unterscheidet vier große Yoga-Systeme, Karma Yoga (der Weg der Handlung), Bhakti Yoga (der Weg der Andacht und Hingabe), Raja Yoga (die Wissenschaft der Kontrolle des Geistes) und Jnana Yoga (der Weg der Weisheit).

Karma Yoga ist der Yoga des Handelns. Durch selbstloses Handeln, ohne die Früchte unserer Arbeit ernten zu wollen, reinigen wir unser Herz und bezwingen das Ego.
Bhakti Yoga ist der Yoga der Hingabe und göttlichen Liebe. Durch Gebet, Gesang und Verehrung wird das Bewusstsein auf das Göttliche gerichtet. Ein wichtiger Teil des Bhakti Yoga ist das Singen und Rezitieren von Mantren.
Raja Yoga basiert auf den Yoga Sutren des Patanjali. Raja Yoga (“royal yoga”) wird auch als Ashtanga Yoga (“ashta” heißt “acht” und “anga” heißt “Glied”, „Teil“) bezeichnet. Er bedient sich hauptsächlich der Meditation und hat das Erlangen körperlicher und geistiger Kontrolle zum Ziel.

Die acht Glieder sind:

  • Yama (Ethik; Ahimsa (Gewaltlosigkeit), Satya (Wahrhaftigkeit), Asteya (Nicht-Stehlen), Brahmacharya (Enthaltsamkeit) und Aparigraha (Nicht-Besitzen))
  • Niyama (Verhaltenskodex; Saucha (Reinlichkeit), Samtosha (Genügsamkeit), Tapas (Achtsamkeit), Svadhyaya (Selbstreflexion) und Ishvarapranidhana (Gottvertrauen))
  • Asana (Patanjali beschreibt lediglich eine aufrechte, bequeme Sitzposition. Die diversen Körperübungen des Hatha Yoga sind eine viel spätere Entwicklung)
  • Pranayama (Kontrolle des Atems)
  • Pratyahara (Zurückziehen der Sinne)
  • Dharana (Konzentration)
  • Dhyana (Meditation)
  • Samadhi (Erleuchtung, Vereinigung mit Gott)

Jnana Yoga ist der Yoga der Weisheit.
Dieser Yoga erfordert große Stärke, Willenskraft und Intellekt. Der Jnana Yogi bedient sich seines Geistes um die eigene Natur zu erforschen.
Jnana Yoga, auch „Weg des Wissens“ genannt, ist das Streben nach Erkenntnis der letzten Wahrheit, um Erlösung (Moksha) vom Kreislauf der Wiedergeburten zu erlangen. Nach hinduistischem Verständnis ist die Wurzel von allem Übel Avidya, das „Nichtwissen“, und dieses wiederum die Ursache für die Wiedergeburt. Nicht theoretische Gelehrsamkeit und Anhäufung von Einzelwissen ist das Ziel, sondern Weisheit. Nach dem Advaita, der vorherrschenden hinduistischen Philosophie, ist dieses Wissen stets vorhanden, es braucht nicht erworben, sondern nur enthüllt zu werden.“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Jnana_Yoga)

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Asanas

Hatha Yoga (“ha” bedeutet “Sonne” und “tha” bedeutet “Mond”) ist der Yoga der Körperübungen. Es wurde zum ersten Mal vorgestellt von dem Yogi Swatmarama (ein yogischer Heiliger, der im 15. Jahrhundert lebte und die „Hatha Yoga Pradipika“ niederschrieb). Dieses Yogasystem konzentriert sich auf das dritte und vierte Glied des Raja Yoga, Asanas und Pranayama.

Das Hauptziel des Hatha Yoga ist, wie in allen anderen Yogasystemen, die Wiedervereinigung mit Gott. Durch das regelmäßige Praktizieren von Asanas, Pranayama und Meditation wird versucht, ein Gleichgewicht zwischen Geist und Körper zu erreichen, das zu Gelassenheit, Gleichgewicht und innerer Stärke führt.

Hatha Yoga umfasst verschiedene Yogastile, wie Power Yoga, Bikram Yoga, Kundalini Yoga, Ashtanga Yoga (entwickelt von Sri K. Pattabhi Jois), etc.

                

           

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Pranayama

Die vierte Stufe des Raja Yoga. Durch gezielte Atemübungen sollen Körper und Geist verbunden werden. Hatha Yoga beeinhaltet viele verschiedene Atemübungen, um Kontrolle über den Geist zu erlangen.
„Prana“ bedeutet „Lebensenergie“, „ayama“ heißt „kontrollieren“ oder „erweitern“.
„Der Begriff „Pranayama“ bezeichnet also die bewusste Regulierung und Vertiefung der Atmung durch Achtsamkeit und beständiges Üben. Da die Atmung Träger der Lebensenergie ist, kann man Prana auch mit „Atem“ übersetzen – im ursprünglichen Gebrauch hat der Begriff jedoch ein größeres Bedeutungsspektrum. Eine fortdauernde Konzentration auf die Vorgänge der Atmung und bewusst ausgeführte Atemtechniken können die Prozesse des Bewusstseins beeinflussen. Ähnliche Effekte werden auch bei zahlreichen Meditations- und Entspannungstechniken beobachtet.“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Pranayama)
Pranayama hat außerdem viele positive Auswirkungen auf den Körper, es beseitigt alle möglichen Krankheiten, stärkt die Gesundheit, belebt die Nerven und erweckt Kundalini Shakti.

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Meditation

Meditation ist die siebte Stufe des Raja Yoga (Dhyana) und ihr Hauptziel ist die Beruhigung des Geistes, ihn von allem Weltlichen zurückzuziehen, sogar vom Körper und ihn einzig auf Gott zu konzentrieren. Die stille Rezitation eines Mantras oder das Konzentrieren auf einen Klang oder den Atem, können dabei helfen, den Geist zur Ruhe zu bringen.

Die Meditation hat viele vorteilige Auswirkungen, wie zum Beispiel Beruhigung der Atmung, Senkung des Blutdruckes und Reduktion von Stress, sowie Aufbau von Stressresistenz. Außerdem sinkt das Schlafbedürfnis des Körpers bei regelmäßiger Meditation. Das sind lediglich ein paar wenige der vielen positiven Einflüsse, die die Meditation auf alle Lebensbereiche hat.

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Yoga Literatur

Für weitere Informationen, hier eine Auswahl empfehlenswerter Bücher:

  • Paramhansa Yogananda – Autobiographie eines Yogi
  • Paramhansa Yogananda – Gott spricht mit Arjuna – Bhagavad Gita
  • Swami Sri Yukteswar – Die heilige Weisheit
  • Sri Bhaktivedanta Swami Prabuphada – Bhagavad Gita wie sie ist
  • Sri Swami Sivananda – Bhagavad Gita
  • Sri Swami Sivananda – Göttliche Erkenntnis
  • Swami Vishnudevananda – Das große illustrierte Yogabuch
  • I. K. Taimni – The Science of Yoga
  • Leslie Kaminoff – Yoga Anatomie
  • Armin Risi – Gott und die Götter
  • Armin Risi – Unsichtbare Welten

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